Schuldenprävention

Immer mehr Menschen sind überschuldet und in die Schuldenfalle geraten. Der Einstieg in die Schulden-spirale beginnt dabei meistens schleichend und oft schon im Jugendalter. Darum ist es wichtig, frühzeitig den verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu erlernen. Die Schulden-prävention als eigenständiger Arbeitsbereich im Rahmen der Sozialen Schuldner- und Insolvenz-beratung will die Ursachen aufzeigen und helfen, sie rechtzeitig zu erkennen und dadurch einer drohenden Überschuldung vorzubeugen.

Was wir erreichen wollen:

  • Aufklärung über Schuldenfallen,
  • Förderung eines verantwortungsvollen Um-gangs mit Geld,
  • Aufbau und Stärkung von Planungs- und Handlungskompetenzen,
  • Budgetplanung z. Bsp. durch die Führung eines Haushaltsbuches,
  • Förderung eines bewussten Konsumver-haltens,
  • Aufzeigen der Risiken der Ver- und Über-schuldung,
  • persönliche Auseinandersetzung mit den Tabuthemen "Geld" und "Schulden"
  • sowie Erkennen und Einschätzen finanzieller Risiken.

Unser Angebot:

Durchführung von Präventionsveranstaltungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie Senioren, in Kindergärten und Schulen, Berufsschulen, Jugendfreizeit- und Jugendhilfeeinrichtungen sowie bei Bildungsträgern, etc.

Kindergärten/ Kindertagesstätte

Nicht alle Kinder sammeln in ihren jungen Jahren Erfahrungen im Umgang mit "Geld" und gewinnen somit ein erstes Zahlungsverständnis. Dabei erfahren sie schon beim gemeinsamen Einkaufen mit den Eltern die Bedeutung von „Geld“ und „Konsumgütern“. Allerdings sind nicht alle Erziehungsberechtigten in der Lage, einem Kind diese Werte zu vermitteln. Die Schuldenprävention stellt die Wünsche, Bedürfnisse und den dazugehörigen Umgang mit Geld spielerisch und kreativ dar, um ihnen diese Werte näher zu bringen.

Grundschule

Kinder kommen bereits in der Grundschule mit Geld in Berührung. Sie sind ab dem siebten Lebensjahr bedingt geschäftsfähig. Meist verfügen sie über ihr eigenes Taschengeld, kaufen sich in der Schulkantine ein Brötchen oder bringen Beiträge wie Kopiergeld, Geld für die Klassenfahrt, etc. mit zur Schule.

Weiterführende Schulen

Immer mehr Jugendliche haben finanzielle Schwierigkeiten oder sogar Schulden. Deshalb ist es wichtig, den Umgang mit Geld so früh wie möglich zu erlernen. Gerade ab dem 18. Lebensjahr sind Sie voll geschäftsfähig und dann steht Ihnen die Geschäftswelt offen. Nun können sie Ihre Verträge selbst abschließen. Dass dies aber auch Folgen mit sich bringen kann, ist Ihnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Oft haben junge Menschen während ihrer Schulzeit oder Ausbildung Schulden. Wie sollen Sie sich zur Arbeit (weiterhin) motivieren, wenn Sie keinen Weg mehr sehen, die Schulden irgendwann begleichen zu können? Deshalb ist es wichtig für das Thema "Schuldenprävention" zu sensibilisieren.

 

Schuldenpräventionsveranstaltungen sollen dabei helfen, ein grundlegendes Verständnis zum Thema "Geld" zu entwickeln.

Ausbildung

In den letzten Jahren ist eine stetig wachsende Ver- und Überschuldung bei jungen Erwachsenen die sich in einer Ausbildung befinden zu erkennen. Viele der Jugendlichen lassen sich von Konsum verlocken und geraten immer häufiger in Schuldenfallen. Um eine angemessene Finanzkompetenz zu vermitteln und die stetig steigende Ver- und Überschuldung zu mindern, bieten wir Präventions- und Informations-veranstaltungen an.

Studium

Nach der Schulzeit treten viele Menschen ein Studium an. Gerade Studienanfänger stehen häufig vor dem Problem, dass am Ende des Geldes noch ganz schön viel Monat über ist! Trotz Nebenjobs sind Sozialbeiträge für die Uni, Mietkosten und generelle Lebenshaltungskosten für Studenten ohne finanzielle Unterstützung kaum stemmbar. Wer nicht von den Eltern unterstützt werden kann, muss auf andere Optionen ausweichen.

Die am häufigsten genutzte Form der finanziellen Förderung basiert auf dem sogenannten Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Allerdings muss die Hälfte der erhaltenen Summe nach Abschluss des Studiums zurückgezahlt werden. Hinzu kommt, dass vielen Studierenden nicht der Höchstsatz des Förderbetrages zugesprochen wird, sodass sie zusätzlich einen Studienkredit aufnehmen müssen. Der gängigste Anbieter eines solchen Kredits ist die KfW-Bank. Die Gesamtsumme (zzgl. Zinsen) muss jedoch zurückgezahlt werden.

Bildungsträger

Während für die meisten jungen Menschen nach dem Schulabschluss der große Schritt in das Berufsleben gelingt, bleibt für eine nicht unerhebliche Zahl der direkte Weg zunächst versperrt.

Ungenügende Leistungen, mangelnde soziale Kompetenz oder eine zu geringe Motivation. Es gibt vielfältige Gründe.

Durch die Bildungsträger bekommen Sie die Chance, die Ihnen durch oben genannte ungenügende Leistungen, etc. verwehrt wurden. Dies bedeutet aber auch: Den ersten richtigen Umgang mit Geld (Ausbildungsvergütung, BAB), einer eigenen Wohnung, Führerschein, etc. zu erlernen.

Jugendliche bzw. junge Erwachsene, die bis dato keine Erfahrungen gemacht haben, mit Ihrem Geld richtig umzugehen, haben es in Zukunft meist schwer. Die Schuldenprävention hilft, wie sie Schuldenfallen vermeiden und Ihr Geld richtig einsetzen.

Migrationshintergrund

Schlechte Deutschkenntnisse und ein unklares Verständnis davon, was ein Vertrag alles beinhalten kann. Für manche Unternehmen sind Flüchtlinge eine leichte Beute.

Für einen kurzen Zeitraum können sie die Kosten noch stämmen. Und danach? Es folgen Mahnverfahren und Inkassoforderungen. Ein Schufa-Eintrag ist somit nicht weit entfernt. Danach wird alles schwieriger: Viele Vermieter verwehren Menschen mit Schulden einen Wohnraum.

Die Schuldenprävention bietet spezielle Hilfe-stellungen an, beispielsweise Verträge besser zu verstehen und auf was geachtet werden sollte.

Alleinerziehende

Immer mehr Alleinerziehende können Ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Gerade Frauen sind davon betroffen, da sie sich meistens um die Kinder kümmern und unter erschwerten Bedingungen geregelten Arbeitszeiten nachgehen können.

Die Verschuldung sei aber nicht das einzige Problem. Alleinerziehende Frauen weisen oft Beitragslücken auf und sind dadurch besonders gefährdet, später in die Altersarmut zu rutschen.

Dennoch gibt es Möglichkeiten, Schulden vorzu-beugen und entgegenzuwirken. Die Schulden-prävention hilft dabei.

Senioren

Die Zahl verschuldeter Senioren in Deutschland steigt. Die Gründe sind vielfältig. Gründe sind beispielsweise die Nichtbeanspruchung der Sozialleistungen sowie Rentenreformen, die zum einen zu Anpassungen des Vertragsniveaus geführt haben. Die Rente ist geringer als das vorherige Gehalt, die Vorsorge bleibt oftmals unzureichend. Mieten steigen und gleichzeitig erhöhen sich die Kosten der Zuzahlungen für die Behandlung von Krankheiten, etwa für Medikamente. Die hohen Lebenshaltungskosten sind für viele Senioren kaum noch zu händeln.

Gerade Ältere ziehen sich zurück. Sie haben das Gefühl, versagt zu haben. Dabei gibt es bestimmte, im Folgenden aufgelistete Anträge (siehe Punkt 6.), die gestellt werden können, um zusätzlich Geld zu bekommen. Mit dieser Grundlage können sie bestenfalls einige ihrer Schulden loswerden. Die Schuldenprävention hilft, wie Sie Schulden zukünftig vermeiden.

Es gibt bliblische Plagen & die Plagen des Alters:

Die Plagen des Alters:

1. Brille

Grundsätzlich wird die Brille von der Krankenkasse übernommen: Bei Kurz- oder Weit-sichtigkeit ab 6,25 Dioptrien, einer Hornhautverkrümmung ab 4,25 Dioptrien und wenn auf beiden Augen nur noch eine maximale Sehkraft von 30 % vorliegt.

2. Hörgeräte

Bei den meisten Krankenkassen sind dies gut 784,94 Euro für das erste Hörgerät und knapp 924,90 Euro für zwei Hörhilfen. In diesen Kosten sind die Anschaffungskosten des Hörgeräts und die Arbeiten des Akustikers bereits enthalten.

3. Zahnersatz

Seit 1. Oktober 2020 stieg der Zuschuss von 363,46 Euro auf 436,15 Euro (60 Prozent). Tipp: Trotz des höheren Zuschusses zahlen Patienten durchschnittlich noch immer fast 300 Euro aus der eigenen Tasche.

Waren gesetzlich Versicherte jedes Jahr beim Zahnarzt und haben dies im Bonusheft dokumentiert, steigen ihre Zuschüsse noch weiter – für fünf Jahre auf 70 % und für zehn Jahre sogar auf 75 %.

4. Kleine Witwenrente /Witwerrente

Anspruch:

  • jünger als 47 Jahre alt sind,
  • nicht erwerbsgemindert sind und
  • kein Kind erziehen.

Betrag:

Die kleine Witwenrente nach altem Recht entspricht 25 % der Rente, die dem verstorbenen Partner zustand oder gestanden hätte. Wer unter das alte Recht fällt, erhält die kleine Witwenrente lebenslang, wenn zudem folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Man muss mit dem Partner zu dessen Todeszeitpunkt verheiratet gewesen sein.
  • Man darf nicht erneut geheiratet haben.
  • Der verstorbene Partner muss die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren erfüllt haben.

5. Große Witwenrente /Witwerrente

Anspruch:

  • Sie müssen das 47. Lebensjahr vollendet haben oder
  • erwerbsgemindert sein oder
  • ein Kind erziehen, das nicht älter als 18 Jahre alt ist oder
  • ein Kind erziehen, das behindert ist, wobei das Alter des Kindes in diesem Fall keine Rolle spielt.

Betrag:

Mit der großen Witwenrente nach alter Rechtslage erhalten Hinterbliebene 60 % der Rente des verstorbenen Partners. Dieser muss auch die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren, also die Mindestversicherungszeit, erfüllt oder vorzeitig erfüllt haben oder Rentner gewesen sein. Außerdem müssen Hinterbliebene mit dem Partner verheiratet gewesen sein und dürfen nicht erneut geheiratet haben.

 

Hinterbliebene, für die das neue Recht gilt, müssen neben den Voraussetzungen des alten Rechts zusätzlich folgende Vorgaben für eine Witwenrente erfüllen:

  • Die Ehe muss mindestens ein Jahr bestanden haben. Eine Ausnahme von dieser Regel kann gelten, wenn der Partner unvorhergesehen, etwa bei einem Unfall, gestorben ist.
  • Das Paar darf kein Rentensplitting vereinbart haben (siehe weiter unten)

Nach neuem Recht erhalten Hinterbliebene mit der großen Witwenrente statt 60 % nur noch 55 % der Rente des Verstorbenen. Zudem ist der Bezug der kleinen Witwenrente auf 24 Monate begrenzt. Auch bezieht die Rentenversicherung mehr Einkommensarten bei der Berechnung der Höhe der Witwenrente ein.

6. Sozialleistungen

Grundsicherung im Alter/ bei Erwerbslosigkeit

Anspruch:

  • Menschen, die das Rentenalter erreicht haben.
  • Menschen, die wegen einer Krankheit oder Behinderung nicht arbeiten können. Der Fachausdruck dafür ist: voll erwerbsgemindert. Außerdem müssen sie älter als 18 Jahre alt sein und das Rentenalter noch nicht erreicht haben. Der Fachausdruck dafür ist: erwerbsfähiges Alter.
  • Menschen, die im Eingangs- oder Berufs-bildungsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) arbeiten.
  • Menschen, die eine Ausbildung machen und das Budget für Ausbildung in Anspruch nehmen (neu eingeführt durch Angehörigen-Entlastungsgesetz, Artikel 1, Absatz 4.d)

Hartz IV

Anspruch:

Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB II) erhalten Personen, die

  • das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze nach § 7a noch nicht erreicht haben,
  • erwerbsfähig sind,
  • hilfebedürftig sind und
  • ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben (erwerbsfähige Leistungs-berechtigte).
  • Auch Kinder, die mit Leistungsberechtigten in einer sogenannten Bedarfsgemeinschaft leben, haben einen Hartz IV Anspruch.

Regelsatz 2022

  • 449 Euro im Monat für eine allein stehende Person, eine allein erziehende Person.
  • 403 Euro für Partner, wenn beide volljährige sind.
  • 360 Euro für erwachsene Leistungsberechtigte, die keinen eigenen Haushalt führen, weil sie im Haushalt anderer Personen leben. Damit sind über 25 Jahre alte Erwachsene gemeint, die im Elternhaus leben, sowie Wohngemeinschaften.
  • 376 Euro für Kinder in der Bedarfsgemeinschaft ab Beginn des 15. bis zum 18. Lebensjahr sowie Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und ohne Zusicherung des BGA umziehen.
  • 311 Euro für Kinder von 6 bis 13 Jahre.
  • 285 Euro für Kinder bis 6 Jahre (Sozialgeld).

Freibeiträge

  • vor 01.01.1958:          9.750 €
  • nach 31.12.1957:       9.900 €
  • nach 31.12.1963:       10.050 €
  • Minderjährige:                        3.100 €

Auf Grund der Coronavirus-Pandemie werden laut § 67 SGB II „Vereinfachtes Verfahren für den Zugang zu sozialer Sicherung aufgrund des Coronavirus SARS-CoV-2; Verordnungsermächtigung“ für den Bewilligungszeitraum vom 01. März 2020 bis zum 31. Dezember 2021 keine Prüfungen des Vermögens beim Antrag auf Hartz IV Leistungen durchgeführt, sofern kein erhebliches Vermögen vorliegt. Laut Urteil des LSG Niedersachsen-Bremen können dabei jedoch keine pauschal festgelegten Vermögensgrenzen gelten. Vermögen müsse dann als erheblich gelten, wenn einzelfallabhängig für jedermann ersichtlich sei, dass ein Anspruch auf Hartz IV Leistungen nicht gerechtfertigt sei.

Wohngeld

Anspruch:

  • Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers (auch Untermieter)
  • Nutzer von mietähnlichen Nutzungsrechten, wie
  • mietähnliches Dauerwohnrecht
  • dingliches Wohnrecht
  • Nutzer einer Genossenschafts- oder Stiftungswohnung
  • Eigentümer eines Hauses mit mindestens 2 Wohnungen
  • Heimbewohner (i. S. des Heimgesetzes)

7. Wohnen im Alter

Eigenheime oder Wohnungen sollten im Alter eine angemessene Größe haben und preislich an der Rente angepasst sein.

Hinzu kommen Energiekosten wie

  • Strom
  • Heizkosten
  • Wasser/ Abwasser

8. Pflege

Der Inhalt der Leistungen richtet sich nach den Regeln der Pflegeversicherung. Sie umfasst:

  • Häusliche Pflege
    • Häusliche Pflege bezeichnet die pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung pflegebedürftiger Menschen außerhalb von teil- oder vollstationären Einrichtungen in ihrer häuslichen Umgebung.
  • Stationäre Pflege
    • In vollstationären Pflegeeinrichtungen werden Pflegebedürftige rund um die Uhr von professionellen Pflegekräften betreut.
  • Teilstationäre Pflege
    • Bei der teilstationären Pflege findet eine zeitweise Betreuung in einer Pflegeeinrichtung statt. Diese kann sowohl tagsüber als auch nachts durchgeführt werden.
  • Kurzzeitpflege
    • Man spricht von Kurzzeitpflege, wenn eine pflegebedürftige Person für eine begrenzte Zeit einer vollstationären Pflege bedarf. Häufig ist das nach einem Krankenhausaufenthalt der Fall oder wenn die häusliche Pflege für eine bestimmte Zeit ausgesetzt werden muss oder soll.
    • Die Kurzzeitpflege ist auf eine Dauer von 56 Tagen im Jahr beschränkt. Für diese Zeit übernehmen die Pflegekassen die Kosten einer stationären Unterbringung.
  • Hilfsmittel
    • Pflegebetten und Zubehör
    • Rollstühle
    • Rollatoren
    • Duschwagen, etc.

9. Krankheiten

Armut macht krank. Krankheit macht arm und Schulden!

Häufige Krankheiten:

Arthrose

Chronische, auf Abnutzung beruhende Erkrankung eines Gelenks

Bluthochdruck

Von Bluthochdruck spricht man, wenn der Blutdruck dauerhaft erhöht ist.

Demenz

Am Anfang der Krankheit sind häufig Kurzzeitgedächtnis und Merkfähigkeit gestört. Im weiteren Verlauf verschwinden auch bereits eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses.

Parkinson

Bei der Krankheit werden Nervenzellen im Gehirn geschädigt, die Dopamin produzieren. Somit lassen sich Bewegungen schlechter koordinieren. Außerdem kann es zu Gleichgewichtsproblemen kommen, die das Risiko von Stürzen verstärken.

Diabetes

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der das Hormon Insulin nicht mehr richtig wirken kann. Unbehandelt sammelt sich so zu viel Zucker im Blut an.

Rheuma

Der Begriff "Rheuma" beschreibt eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen, die hauptsächlich Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat verursachen. Die bekanntesten Beschwerden sind Gelenkschmerzen.

Schlaganfall

Plötzlicher Ausfall bestimmter Funktionen des Gehirns, durch den Störungen des Bewusstseins und Lähmungen auftreten können.

Adipositas

Von starkem Übergewicht (Adipositas oder Fettleibigkeit) spricht man, wenn der Fettanteil des Körpers übermäßig hoch ist.

Adipositas laut BMI:

  • BMI ab 30 = Adipositas, Grad I 
  • BMI-Wert ab 35 = Adipositas Grad II 
  • BMI-Wert ab 40 = extreme Adipositas Grad III

Berechnung:

  • BMI = Körpergewicht (in kg) geteilt durch die Körpergröße (in m) zum Quadrat.

Beispiel:

  •     1. Schritt (Körpergröße):   1,70 m x 1,70 m = 2,89
  •     2. Schritt:                           68 kg : 2,89 = 23,5.
  •     Der BMI beträgt:                23,5.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Unter dem Begriff Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße zusammengefasst. Es handelt sich in der Regel um chronische Erkrankungen, die schwere Folgen haben können, wenn sie nicht konsequent behandelt werden.

10. Medikamente

Zuzahlung bis max. 2% des Bruttoeinkommens.

 

Zuzahlung bis max. 1% des Bruttoeinkommens bei chronischen Erkrankungen.

11. Notwendige Anschaffungen

Müssen oftmals aus den Rücklagen bezahlt werden.

Kreditaufnahme im Alter, auch bei Immobilienbesitz, ist nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Grund ist hierfür u. a., dass gerade kleinere Regionalbanken ihren älteren Kunden keinen Baukredit mehr gewährleisten; sie legten die Wohnimmobilienkreditrichtlinie sehr streng aus.

12. Bestattungskosten

Wenn die Leistungen der gesetzlichen Pflegekasse nicht ausreichen und der Betroffene oder unterhaltspflichtige Angehörige auch nicht über genügend finanzielle Mittel verfügt, um den Eigenanteil zu zahlen, besteht Anspruch auf Hilfe bei der Landeskasse.

Zu den eigenen finanziellen Mitteln gehören sowohl Einkommen als auch andere Vermögenswerte. Das können Ersparnisse, Wertpapiere, Schmuck, Immobilien und Grundstücke, Kraftfahrzeuge oder Lebensversicherungen sein. Diese müssen eingesetzt werden, um die eigene Pflege zu finanzieren. Ausnahmen bestehen, wenn Vermögen unter die Härtefallregelung fällt.

Wann muss wer zahlen?

  • Nur, wenn der Ehegatte nicht zahlen kann, weil er zum Beispiel nur eine kleine Rente hat, werden also die volljährigen Kinder in die Pflicht genommen. Dabei geht es auch nach der individuellen Leistungsfähigkeit. Ist ein Kind Millionär und das andere Hartz-IV-Empfänger, muss der Millionär die Bestattung alleine bezahlen. Haben auch alle Kinder nicht genügend Geld oder war der Verstorbene kinderlos, sind seine Eltern an der Reihe – und so weiter.

Kontakt

Ansprechpartner-/in: Frau Manuela Pochte

Telefon: 05861 / 98568-20 o. 015146293636

E-mail: schuldnerberatung@caritas-uelzen.de

Anschrift: Dannenberger Straße 23, 29439 Lüchow

Caritasverband für die Landkreise Uelzen / Lüchow-Dannenberg e. V.

Bahnhofstraße 6

29525 Hansestadt Uelzen